WILLKOMMEN

Herzlich willkommen auf der Homepage des Fanclubs Komakolonne Ost-Berlin. Nachdem viele von uns schon jahrelang zum Fußball gepilgert sind, gründeten wir 1988 den Fanclub Komakolonne Ost-Berlin. Wir sind Freunde des runden Leders und frönen mit Vorliebe den Genuss von Gerstensaftkaltschale. Zu gerne pflegen wir die Konversation mit anderen Fußballfans, die nicht in den Genuss kommen, in der wunderschönen Stadt Berlin zu wohnen: „Wir sind eure Hauptstadt ihr Bauern !! “ Obwohl es jenseits des Bouletten-Äquator fast unmöglich ist, vernünftiges Bier zu erwerben, genehmigen wir uns auf dem Münchner Oktoberfest schon mal ein gepflegtes Astra aus der Goldranddose, während die in Lederhosen gekleidete Kapelle unser Wunschlied „Märkische Heide“ durch das Festzelt trällert. Oder wir bestellen uns in der Düsseldorfer Altstadt einen Meter lecker Kölsch. Unser besonderer Gruß gilt den geneigten Lesern aus dem Tal der Ahnungslosen: „Sachsen - macht Faxen! “

Letztendlich verbindet uns in der Komakolonne eine große Liebe.
Die Liebe zum geilsten Verein der Welt, dem 1.FC Union Berlin


AKTUELLES

Mit der Ars Vivendi ins Union-Theater

Das Jahr 2014 war für Union ein sehr turbulentes Jahr. Sieben Jahren führte unser Trainer Uwe Neuhaus erfolgreich die sportliche Abteilung und formte den 1.FC Union Berlin zu einem erfolgreichen und etablierten Zweitligisten. Vielen Dank Uwe Neuhaus für 7 Jahre erfolgreiche Arbeit in unserem Verein! Trotzdem entschied sich die Vereinsführung für einen mentalen und emotionalen Neuanfang. Der Trainer wurde entlassen und die langjährigen Spieler Kohlmann, Stuffi und Glinker mussten sich neue Vereine suchen. Die Verpflichtung des als Cheftrainer quasi völlig unerfahrenen Norbert Düwel empfanden viele Unioner als sehr risikobehaftet. Unter großem Protest der Fans wurde auch die Personalie Mattuschka beendet. Mit "Tusche" ging eine weitere Identifikationsfigur unseres Vereins. Von Norbert Düwel wurde zu Beginn der Saison auch das Spielsystem innerhalb der Mannschaft geändert, mehrfach sogar. Dies führte uns bedrohlich Richtung Tabellenkeller. Jedoch war mit den Neuzugängen Polter, Thiel und Kobylanski sowie der Integration von Eroll Zejnullahu eine Verjüngung des Teams offensichtlich. Nach und nach spielte sich das Team besser ein und es folgten die ersten Erfolgserlebnisse. Zuletzt hat der 1.FC Union aus neun Spielen satte 17 Punkte ergattert und sich vom direkten Abstiegsplatz ins Tabellenmittelfeld gekämpft. Somit stand einer entspannten Weihnachtsfeier der Komakolonne nichts mehr im Wege. Eigens dafür wurde das Restaurantschiff "Ars Vivendi" komplett angemietet. Dort, wo die Flüsse Dahme und Spree aufeinanderstoßen, liegt der holländischer Zweimaster verträumt am Ufer der Altstadt Köpenick und versprüht einen Hauch alter Seefahrtsromantik. Auf dem Schiff herrschte eine lockere Atmosphäre, kulinarisch verwöhnte uns das Ars Vivendi Team mit einem weihnachtlichen Menü. Der Schiffskoch zauberte Gänsekeulen, Wildgulasch und andere leckere Sachen auf unser Gemeinschaftsdeck. Der Getränkeproviant floss reichlich und die Stunden vergingen wie im Fluge.

Um 19:00 Uhr ging die Komakolonne dann gemeinsam ein paar Meter landeinwärts ins Theater Freiheit 15. Dort läuft seit einigen Jahren in der Vorweihnachtszeit traditionell das geniale Theaterstück: "Und niemals vergessen - Eisern Union! Das Stück zum Spiel." Kleines Theater, dazu unser Wunschtermin Nikolaus Sonnabend für 40 Leute. Das bedarf schon exakter Planung und hieß für uns, sich gleich am ersten Vorverkaufstag bereits Nachts mit mehreren Leuten anzustellen, um an unsere gewünschten 40 Karten zu kommen. Leicht abgewandelt aus dem Theaterstück könnte man auch sagen: "Wat ihr könnt Karten besorgen? Warum weeß ick dit denn nich?" Das Anstehen hatte sich gelohnt, denn nach 15 Minuten war die gesamte Nikolaus-Vorstellung restlos ausverkauft. Das Theaterstück selbst immer wieder sehenswert und mit einem hohen Wiedererkennungsfaktor. In 2 Halbzeiten á 45 Minuten erlebten wir die Geschichte von Chris, der sich Mitte der 70er Jahre als junger Bengel bei seinem Vater mit dem Union-Virus infizierte. Die Geschichte vom rot-weißen Wahnsinn, der sich auf dem Rasen, den Rängen, in Kneipen und auf der Arbeit abgespielt hat. Witzige Streitigkeiten mit der Frau, wenn man am Wochenende schon wieder mit den Kumpels auswärts fahren möchte. Namen und Orte sind der pure Osten und der Kult an sich. Highlights wie der Last Minute Sieg in Karl-Marx-Stadt 1988 fehlten natürlich ebenso wenig, wie Unions Europapokalauftritte samt Fährfahrt nach Valkeakotzki oder unsere Tiefschläge a´ la Lizenzentzug. Auch Auswärtsspiele und das ständige Auf und Ab zwischen DDR-Oberliga und DDR-Liga durften nicht fehlen, denn "Union war kein Loser-Verein, sondern der fleißigste Auf- und Absteiger der DDR." In der Hauptrolle der grandiose Chris Lopatta, den man getrost als Freund der Komakolonne bezeichnen kann, Karin Düwel, Alexander Hörbe, Dirk Schoedon, Natascha Paulik und Frank Auerbach. Standig Ovation für das ganz Ensemble während des Stücks und erst recht danach. Mit einem kleinen Umtrunk in der Duke-Bar haben wir unsere Fanclub-Weihnachtsfeier ausklingen lassen. Danke nochmal den tapferen Anstehern. Wir hatten Chris Lopatta geschrieben, wie wir uns um die Tickets bemüht haben. Von Lopez kam nur zurück: "Nachts um 2 Uhr angestellt? Ihr seid verrückt." Das trifft es eigentlich ziemlich genau. Verrückt nach Union!